Meine erste Fernreise nach Thailand – die Vorbereitungen

Thailand… dieses Land faszinierte mich schon eine ganze Weile und stand ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Als ich dann im Januar diesen Jahres während meines Kurztripps nach Schwangau spürte wie Urlaubsreif ich war, entschloss ich mich, mir ein paar Wochen Auszeit zu nehmen und das Abenteuer Thailand endlich anzugehen. Einige Tage später buchte ich ganz spontan einen Flug nach Bangkok. Ein Freund von mir aus Bayern war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in Thailand unterwegs und wir planten uns dort zu treffen – fast 10.000km weit weg von zu Hause, aber hey warum nicht, ist ja mal was anderes!

“Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.” – Paulo Coelho –

Den Flug nach Suvarnabhumi Airport habe ich über die Homepage Skyscanner gebucht. Dort habe ich bisher immer super gute Angebote gefunden. Für meine Flüge habe ich ca. 550€ bezahlt, das war in Anbetracht der kurzen Vorlaufzeit okay. Es geht sicher noch günstiger, aber (z.B. wenn man nicht im richtigen Moment zuschlägt und zu lange wartet) eben auch teurer. Ich bin mit OMAN Air geflogen und hatte jeweils auf dem Hin- sowie Rückflug einen Zwischenstopp von etwa 2,5 Stunden im Oman. Viele bevorzugen ja Non-Stop-Flüge, aber mir persönlich hat die kleine Pause zwischen den Flügen nichts ausgemacht. So konnte ich mich mal ein bisschen bewegend ich habe neue Sitznachbarn bekommen- das ist ja manchmal auch nicht so schlecht ;-D. Außerdem war der Flug dadurch günstiger.

© Gold Art Photography

Nach meiner Buchung hatte ich noch etwa fünf Wochen Zeit um meine Reise vorzubereiten.  Wobei ich außer meiner Impfungen und der Erstellung einer kleinen Reiseapotheke eigentlich keine großartigen Vorkehrungen zu treffen hatte. Mein Reisepass war ab Einreise nach Thailand noch sechs Monate lang gültig und das Visum würde ich im Flugzeug erhalten und ausfüllen. Ich habe mir vorab eine Kombi-Impfung gegen Hepatitis A und B von meinen Hausarzt geben lassen. Die erste Impfdosis spritze mein Hausarzt mir fünf Wochen und die zweite Impfdosis eine Woche vor meinem Urlaub. Damit war mein Impfschutz für die Reise gewährleistet. Allerdings werde ich mir nach sechs Monaten eine weitere Dosis geben lassen, denn erst dann ist eine Grundimmunisierung relativ sicher abgeschlossen, deren Wirkung mindestens zehn Jahre andauern sollte. Pro Dosis (A+B) habe ich ca. 90€ bezahlt.

Für meine Reiseapotheke habe ich mir vorab Pflaster, Iberogast und Vaprino gegen Magenschmerzen und Durchfall sowie Soventol gegen Mückenstiche besorgt. Insektenschutzspray habe ich vor Ort in Thailand gekauft. Dort gab es auch an jeder Ecke einen Drugstore, sodass man sich im Notfall sehr gut mit weiteren Medikamenten hätte versorgen können. Die Apothekerin in Deutschland hat mir empfohlen, einfach das mitzunehmen, was man auch sonst immer mal wieder braucht, z.B. Kopfschmerztabletten. Da ich jemand bin, der so gut wie nie Tabletten nimmt und daher keinerlei Medikamente im Haus hat, habe ich auch keine weiteren eingepackt.

Ganz spontan habe ich außerdem noch eine Auslandsreiseversicherung abgeschlossen. Es kann ja immer mal was passieren und sie hat mich gerade mal 9€/Jahr gekostet. Ich habe außerdem überlegt, mir eine Kreditkarte zuzulegen mit der ich überall auf der Welt kostenlos Bargeld abheben kann. Da alles so kurzfristig war, hatte ich jedoch keine Lust mich mit dem Thema vor dem Urlaub noch zu beschäftigen. Aber für den nächsten Urlaub werde ich das auf jeden Fall machen. Der Vorteil wäre gewesen, dass ich nicht mit so viel Bargeld hätte reisen müssen und dies flexibel je nach Bedarf hätte abheben können. Stattdessen bin ich mit relativ viel Bargeld im Gepäck abgeflogen und habe dann vor Ort noch mal gegen eine Gebühr etwas Bargeld am ATM abgehoben. Viele haben mich gefragt, wie viel Geld man mitnehmen bzw. für eine Reise einplanen sollte. Diese Frage kann man nur super schwer beantworten, da es immer darauf ankommt, was man vor Ort machen will. Darauf, welche Reisen oder Tagestrips man noch hinzubucht, in welchen Ho(s)tels man übernachten möchte, wie viel und wo man isst und auch darauf, wie oft man z.B. feiern gehen will oder, ob man noch Souvenirs kaufen oder vielleicht tauchen gehen oder sich einen Roller  mieten möchte. Als absolutes Minimum kann man am Tag sicher locker mit 10-15€ inkl. Hostel, Essen und Trinken  auskommen. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt ;-).

Zwei Tage vor meiner Abreise habe ich mit dem Packen angefangen. Ich bin mit dem Rucksack (etwa dieses Modell), den mir ein Freund geliehen hatte, gereist. Meine persönliche Challenge: so wenig wie möglich mitnehmen, denn ich wollte so wenig Gewicht wie möglich mit mir rumschleppen. Tatsächlich schaffte ich es gerade mal auf 11,4kg inklusive des Rucksacks zu kommen. Das war schon mal nicht schlecht. Jetzt nach meinem Urlaub kann ich aber sagen, dass ich definitiv noch viel zu viel eingepackt hatte und ich mich bei meiner nächsten Reise wirklich auf ein absolutes Minimum beschränken möchte. Ich hatte ja doch immer die selben Lieblingsteile an. Außerdem kann man seine Kleidung in Thailand gefühlt an jeder zweiten Ecke für umgerechnet ca. 1,10€/Kilo über Nacht waschen lassen. Hier meine optimierte Packliste für ca. 3 Wochen Urlaub:

Reiseunterlagen:
  • Reisepass
  • Ausweis
  • Führerschein (plus 2 Führerscheinkopien, z.B. zum Roller ausleihen)
  • Flugticket
  • Bahnticket
Technik:
Kleidung, Schuhe & Accessoires:
  • 3 Shirts
  • 4 Tops
  • 3-4 Bikinis
  • 7 Mal Unterwäsche
  • 3 Paar dünne (Speaker-) Socken
  • 1 Paar dicke Socken
  • 3 Jeansshorts
  • 2 Stoffshorts
  • 2 leichte Kleider
  • 1 leichte lange Hose
  • 1 Paar Sandalen
  • 1 Paar Flipflops
  • Sonnenbrille
Beauty & Hygiene:
Sonstiges:
  • Medikamente
  • Reisetagebuch
  • Kleiner Rucksack als Handgepäck
  • Schlafmaske
  • Ohrenstöpsel
  • Bargeld
  • Kreditkarte/EC-Karte

Ho(s)tels habe ich vorab keine gebucht und ich empfehle auch jedem, dies vorher nicht zu machen. Wer dabei etwas Bedenken hat wegen der langen Anreise und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vielleicht eine Unterkunft für die erste Nacht schon vorab buchen. Alles weitere würde ich jedoch immer wieder spontan vor Ort machen, da man so schauen kann, wo es einem gefällt und welche Unterkünfte einen ansprechen. Ich selbst habe alles vor Ort über Agoda oder Booking(dot)com gebucht. Agoda ist absolut empfehlenswert für Asienreisen und hat immer super gute Angebote. Aber auch bei Booking(dot)com habe ich einige Male super Schnäppchen gefunden.

Sooooo, alles vorbereitet – hier geht’s (bald) weiter zu meinem Reisebericht Thailand/Ko Chang, Kambodscha/Koh Rong und Thailand/Bangkok… 

♡ Juliane


*Info: der Beitrag enthält Werbelinks – für den Leser fallen dadurch keine Kosten an

Mein Kurzurlaub “Daheim” beim Stanglwirt

Wie ihr vielleicht auf Instagram mitbekommen habt, war ich letztes Wochenende für einen Kurzurlaub im Bio-Hotel Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser. Die kleine Auszeit in diesem traumhaften Wellnesshotel in den Bergen hat wirklich super gut getan und dank des tollen Wetters konnte ich vor dem Herbst noch mal so richtig Sonne tanken und mich vom Stress der letzten Wochen erholen.

img_7680img_6716-1

Die Suite. 

Als ich am Samstagabend mit meinen beiden Freundinnen im Hotel ankam, wurden wir gleich super herzlich mit einem Begrüßungssekt von einer lieben Mitarbeiterin in Empfang genommen. Diese hat uns dann nach dem Einchecken persönlich in unsere Suite geführt, in der zwei riesengroße Schalen mit frischem Obst, leckere Pralinen und eine weitere Flasche Sekt auf uns gewartet haben. Wir haben uns natürlich riesig darüber gefreut, da wir von der Fahrt mit unserem Mietwagen, dem süßen Opel Adam, von Sixt ein wenig ausgehungert waren. Anschließend haben wir noch eine Runde durch unsere über 80m² Kaiserbogen Suite gedreht und jeden Winkel darin begutachtet. Es gab zwei Schlafzimmer, zwei Bäder mit einer großen Eckbadewanne, eine gemütliche Lounge-Ecke, einen begehbaren Kleiderschrank und – mein persönliches Highlight – eine Nespresso-Kaffeemaschine. Erschöpft von der Fahrt und gleichzeitig voller Vorfreude auf die kommenden Tage sind wir dann nur noch müde ins Bett gefallen.

img_8046

img_7530

Am nächsten Morgen sind wir schon super früh aufgestanden, um vor dem Frühstück noch ein wenig die Anlage zu erkunden. Im Hellen haben wir dabei dann erst mal unsere riesige Terrasse entdeckt, von der aus wir einen Ausblick über die ganze Außenanlage sowie auf das beeindruckende Panorama des Wilden Kaisers hatten. Über die Treppe an der Terrasse konnten wir direkt zu den Pools und dem Wellnessbereich gelangen, das war echt praktisch.

IMG_6810.jpg

Das Frühstück.

Zum Frühstück gab es ein super großes Buffet mit frischem Obst, verschiedenen Joghurts und Müslis, frisch gebackenen Brötchen und Broten, Tomate-Mozzarella, Käse, Marmeladen, Eier in den verschiedensten Variationen, frisch gepresste Säfte und und und… die meisten Lebensmittel waren in Bio-Qualität und teilweise sogar aus eigener Herstellung. Jedenfalls ließ das Frühstück keine Wünsche offen und war absolut nach meinem Geschmack.

img_9060

img_7676-2

Die Anlage.

Nach dem Frühstücken haben wir uns immer ein sonniges Plätzchen an bzw. in einem der Pools gesucht und das schöne Wetter genossen. Auf der Anlage befanden sich verschiedene In- und Outdoor-Pools sowie ein Natur-Badesee – eine große Auswahl, aber unseren Lieblingsplatz haben wir schnell gefunden: auf den Luftsprudelliegen im Sole-Becken mit Blick auf die wunderschönen Berge.

img_6958img_6849

Außerdem gab es noch eine riesengroße überdachte Wellnesswelt mit verschiedenen Themen-Saunen, Dampfbädern, einem wunderschönen Felsenbad und Ruheräumen. Diese haben wir aufgrund des tollen Wetters aber kaum genutzt, obwohl wir uns jeden Tag vorgenommen haben, wenigstens ein Mal in die Sauna zu gehen. Am letzten Tag habe ich es dann doch noch geschafft und die Fichtensauna sowie die Steinsauna ausprobiert.

img_6815

img_6858img_6931

Wenn uns zwischen dem ganzen in der Sonne liegen und baden mal langweilig wurde, – so ab und zu muss ich mich dann auch mal bewegen, den ganzen Tag nur rumgammeln ist absolut nichts für mich… – sind wir zum Lipizzanergestüt, zur Kuhweide oder dem Streichelzoo gelaufen.

img_6768

Ein ganz besonderes Erlebnis für mich war unser frühmorgendliches Bad bei Sonnenaufgang im 38 Grad warmen Sole-Becken. Wir sind extra um 6:00 Uhr morgens aufgestanden und durch die echt extrem kalte Wiese zu unserem Lieblingspool gelaufen, von dem aus wir dann gemütlich der Sonne beim Aufgehen zugesehen haben – einfach traumhaft vor dieser Kulisse.

IMG_6944.jpg

Das Abendessen.

Eines der größten Highlights unseres Aufenthaltes im Bio-Hotel Stanglwirt war das Abendessen: es gab ein 8-Gänge Menü, von dem wirklich jeder Gang mit viel Liebe zum Detail angerichtet und noch dazu suuuuuper lecker war. Für mich war besonders toll, dass jedes Mal auch ein besonderes vegetarisches Hauptgericht zur Auswahl angeboten wurde. Da es abends schon ziemlich dunkel war, konnten wir leider keine Bilder von den tollen Gerichten machen.

img_6647

img_8384

Die Atmosphäre.

Da wir drei im Alltag schon eher zur Sorte der hektischen Menschen gehören, ist uns sie ruhige und entspannte Atmosphäre im Hotel sofort aufgefallen. Alle Mitarbeiter waren super freundlich, sodass man sich im Stanglwirt wirklich „wie Daheim“ gefühlt hat. Uns wurde sogar ermöglicht, dass wir am Tag der Abreise unsere Suite noch bis zur letzten Minute am Nachmittag behalten durften – ein rundum toller Service. Danke dafür an das gesamte Team & ganz besonders auch an die liebe Ramona.

img_8247

img_9674

Wir haben die 4 Tage in Österreich so sehr genossen, dass wir am liebsten noch ein paar Tage länger geblieben wären. Es war ein perfekter Kurzurlaub, den wir uns besser nicht hätten vorstellen können <3

img_7487

♡ JULIANE